Mein Sohn hat ein Sexleben und ich lese meiner Mutter Rotkäppchen vor: Roman

Mein Sohn hat ein Sexleben und ich lese meiner Mutter Rotkäppchen vor: Roman

Renate Dorrestein

Language: German

Pages: 147

ISBN: B00GYGCAHA

Format: PDF / Kindle (mobi) / ePub


Mein sexwütiger Sohn, meine pubertierende Tochter, meine pflegebedürftige Mutter – und ich

Heleen, eine Frau Ende vierzig, mit einem liebevollen Mann, zwei heranwachsenden Kindern und einer gut gehenden Gärtnerei, nennt sich selbst eine Bridget Jones für Fortgeschrittene. Sie sorgt sich um ihren 17-jährigen Sohn Storm, der gerade erste sexuelle Erfahrungen macht und versucht, ihre 13-jährige Tochter Lizzy noch ein wenig vor den Unwegsamkeiten des Lebens zu schützen. Gleichzeitig hadert sie mit sich selbst, weil sie keine Lust mehr auf Sex hat. Die wirkliche Herausforderung kündigt sich allerdings an, als ihr an einem Novemberabend mitgeteilt wird, dass ihre Mutter einen Gehirnschlag erlitten hat …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

einen Apparat und den Vertrag mit der Telefongesellschaft mussten wir uns selbst kümmern; einen Fernseher konnten wir intern beantragen; falls wir Gebrauch von der Wäscherei im Haus machen wollten (Preisliste je nach Art der Kleidung auf Anfrage vorhanden), mussten sämtliche Kleidungsstücke von uns mit Namensschildchen versehen werden; Probleme mit Gebiss, Brille, Stützstrümpfen oder anderen speziellen Hilfsmitteln betrachtete man als Angelegenheit der Angehörigen; Friseurbesuche waren intern

nebligen Schein der Gewächshäuser umherlaufen. Er machte wohl nur zum Vergnügen noch eine letzte Runde, denn unsere Gärtner hatten mit Sicherheit alles ordentlich hinterlassen. Bei den Mutterbeeten bückte er sich, um etwas vom Boden aufzuheben. Er sah zu meiner Erleichterung zufrieden und entspannt aus. Oktober und November sind bei uns die ruhigsten Monate, da blüht noch nichts, und wir haben für Besucher geschlossen. Wir züchten Lenzrosen, botanisch Helleborus, und bieten, wie es auch vorne in

man von mir erwartete, dass ich nichts tat, mit mir anfangen sollte. Aus lauter Verzweiflung ging ich ins Bad, ließ die Wanne voll-laufen und streckte mich der Länge nach in dem warmen Wasser mit viel Schaum aus. Eine Zeit lang gelang es mir, gedankenlos vor mich hin zu dösen, während ich auf meine Zehen am Wannenrand starrte, als wäre das die für mich übliche Betätigung am Montagvormittag. Doch schon bald tauchte wieder Lizzys entsetztes Gesicht vor mir auf. O Gott, wie hatte ich sie blamiert,

meiner Mutter möglichst geräuschlos hinten im Saal abstellte, erkannte ich die Melodie: �Tulpen aus Amsterdam«, das Lieblingslied von Frau van Dam, in einem Arrangement für den Trauerfall. Ich dachte: Vielleicht gibt es so was ja auch von Carmen . Im selben Augenblick schreckte meine Mutter aus dem Schlaf auf und warf panische Blicke um sich: Wo bin ich? Scht, Mama. Was mache ich hier? Was mache ich? Vorne im Saal blickte die Tochter über ihre Schulter. Obwohl sie sichtlich erstaunt war, uns

dass ich, die bessere Mutter, mit weit aufgerissenen Augen bereitstand, um … Ich schick den Kids mal eben eine Mail, sagte Peter. Man frage nicht, wie das möglich ist, sondern genieße es einfach: Es gibt sogar ein Internetcafé an Bord. Wir brauchen nicht einen Tag auf Nachrichten darüber zu verzichten, wie es Storm und Carli in Australien geht, Francien und Nell in Saugatuck oder Lizzy, die bei Corinne übernachtet. Auch Willem kann uns mit Hilfe unserer Zeitarbeitskraft erreichen. Er vermisst

Download sample

Download